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René Smolarski
  • Universität Erfurt
    Professur Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik
    Nordhäuser Straße 63
    99089 Erfurt
  • +49(0)361/737-4427
Sich mit Briefmarken zu befassen, sie zu sammeln, zu sichten und zu besprechen, gilt auch heute noch als eines der Standardbeispiele für das, was im alltäglichen Sprachgebrauch als Hobby bezeichnet wird. Den Status einer anerkannten... more
Sich mit Briefmarken zu befassen, sie zu sammeln, zu sichten und zu besprechen, gilt auch heute noch als eines der Standardbeispiele für das, was im alltäglichen Sprachgebrauch als Hobby bezeichnet wird. Den Status einer anerkannten Hilfswissenschaft der Geschichtswissenschaft hat die Philatelie, im Gegensatz zur Numismatik oder Heraldik, nie erreicht. Und obgleich mehrere Turns der Wissenschaftslandschaft diese doch hätten erfassen müssen, man denke etwa an den Iconic Turn, den Material Turn oder auch die entstehende Visual History, blieb die Philatelie und insbesondere die Briefmarke und deren Wert für die Geschichtswissenschaft bis heute nahezu unbeleuchtet. Der vorliegende Band versucht, dies zu ändern und führt in exemplarischen Analysen vor, wovon diese Kommunikationsmittel Zeugnis ablegen.

Dealing with stamps, collecting, studying and discussing them is still one of the standard examples of what is called a hobby in everyday language; a somewhat old-fashioned, outdated hobby for older men. In contrast to numismatics or heraldry, philately has never achieved the status of a recognized ancillary science of historical science. And although several turns of the scientific landscape would have had to capture them, such as the iconic turn, the material turn or the slowly developing visual history, philately and especially stamps and their value for historical studies have remained almost ignored to this day. This volume attempts to change this and presents exemplary analyses of what these means of communication testify to.

This book is open access available at: https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/literatur-sprach-und-kulturwissenschaften/interdisziplinaere-geisteswissenschaft/49193/gezaehnte-geschichte
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Citizen Science, die Integration von Bürgern in wissenschaftliche Prozesse, ist ein Schritt hin zu einer gesellschaftsnahen, kommunikativen und transparenten Forschung, wie sie Öffentlichkeit, Politik und Geldgeber immer öfter fordern.... more
Citizen Science, die Integration von Bürgern in wissenschaftliche Prozesse, ist ein Schritt hin zu einer gesellschaftsnahen, kommunikativen und transparenten Forschung, wie sie Öffentlichkeit, Politik und Geldgeber immer öfter fordern. Die Ideen und das Wissen der Bürger einzubeziehen, heißt dabei auch, passende Strukturen und Formen der Wissensweitergabe zu entwickeln und über die öffentliche Wahrnehmung und das Selbstverständnis der Disziplinen in Dialog zu treten.

Vorliegender Band beschäftigt sich damit, wie sich diese Forderungen umsetzen lassen. Theoretische Überlegungen machen deutlich, wie Kultur und Geisteswissenschaften ihre Rolle in der Gesellschaft mithilfe bürgerschaftlicher Perspektiven neu verorten können. Die vorgestellten Beispiele zeigen schließlich, wie Geisteswissenschaftler interessierte Bürger mit Kommunikation auf Augenhöhe für ihre Forschung begeistern.

Citizen Science bietet Potenziale für beide Seiten: Die Vermittlung der Schwierigkeiten wissenschaftlicher Arbeit, ihrer Methoden und Fragestellungen stellt sicher, dass bei Kooperationen von Wissenschaftlern und Bürgern Qualitätskriterien eingehalten werden. Für die Bürger eröffnen sich zugleich im Sinne des lebenslangen Lernens grundlegende Kompetenzen, um aktuelle Themen einordnen und die Zukunft der Gesellschaft mitgestalten zu können.
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This text was published in Christoph Rodatz / Pierre Smolarski (Hg.): Was ist Public Interest Design? Beiträge zur Gestaltung öffentlicher Interessen, transcript Bielefeld, 2018 (https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4576-7). It... more
This text was published in  Christoph Rodatz / Pierre Smolarski (Hg.): Was ist Public Interest Design? Beiträge zur Gestaltung öffentlicher Interessen,  transcript Bielefeld, 2018 (https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4576-7). It is posted here by permission of transcript Verlag for personal use only, not for redistribution.

Copyrightverweis: Der Beitrag ist urheberrechtlich geschütztund darf nur zu privaten, nicht-kommerziellen Zwecken genutzt werden darf. Eine Bearbeitung ist nicht gestattet.
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in: Eyk Henze (Hg.): Flachware 4. Jahrbuch der Leipziger Buchwissenschaft, Stuttgart 2018, S. 107-121
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in: Linda Ratschiller/Karolin Wetjen (Hg.), Verflochtene Mission. Perspektiven auf eine neue Missionsgeschichte, Köln/Weimar/Wien 2018, S. 65–88.
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Briefmarken sind mehr als kleine, sammelwürdige Kunst-werke und auch mehr als einfache Zahlungsbelege für den Transport eines Briefes oder Paketes. Dies ist den Leserinnen und Lesern dieser Zeitschrift sicher mehr als bekannt. Jedoch... more
Briefmarken sind mehr als kleine, sammelwürdige Kunst-werke und auch mehr als einfache Zahlungsbelege für den Transport eines Briefes oder Paketes. Dies ist den Leserinnen und Lesern dieser Zeitschrift sicher mehr als bekannt. Jedoch misst gerade die institutionalisierte Geschichtswissenschaft Briefmarken noch lange nicht die Bedeutung bei, die ihnen als ein Massenmedium mit einer über 150-jährigen Geschichte zustünde.
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in: Oswald Kristin/ Smolarski, René: Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften, Gutenberg 2016, S. 9-27
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in: Oswald Kristin/ Smolarski, René: Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften, Gutenberg 2016, S. 71-87 Zuammenfassung: Citizen Science und Crowdsourcing sind an sich nichts Neues. Im Gegenteil!... more
in: Oswald Kristin/ Smolarski, René: Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften, Gutenberg 2016, S. 71-87

Zuammenfassung: Citizen Science und Crowdsourcing sind an sich nichts Neues. Im Gegenteil! Vor der Institutionalisierung der Wissenschaft war die Einbindung von Laienforschern und Amateuren keine Seltenheit. Dies betrifft insbesondere auch die Geographie und Kartographie, die gerade im 19. Jahrhundert vielfach auf den Arbeiten von Laien be-ruhte. Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Entstehung des Allgemeinen Missions-atlas, welcher zwischen 1867 und 1871 von dem preußischen Th eologen Reinhold Grundemann in der Gothaer geographischen Verlagsanstalt Justus Perthes erarbei-tet und herausgegeben wurde. Grundemann, selbst weder Missionar noch Geograph / Kartograph, hatte trotz seiner lediglich autodidaktisch erworbenen Kartographie-kenntnisse die Möglichkeit erhalten, im Auft rag einer der damals führenden geo-graphischen Kartenverlage seinen über mehrere Jahre gehegten Plan zur Herausgabe eines Missionsatlas umzusetzen. Dabei griff Grundemann, der wohl zurecht als kar-tographischer Laie bezeichnet werden kann, auch auf umfangreiche Daten zurück, die ihm durch eine entsprechende Crowd, nämlich die Missionsgesellschaft en und Missionare selbst, zur Verfügung gestellt wurden. Die Fruchtbarkeit dieses Unter-nehmens zeigt sich unter anderem daran, dass der entstandene Atlas über viele Jahr-zehnte zu einem Standardwerk der Missionswissenschaft avancierte. Auch wenn die Begriff e Citizen Science und Crowdsourcing damals noch unbekannt waren, so kann diese Fallstudie jedoch sehr wohl als ein historisches Beispiel für die ertragreiche und gelungene Einbindung von Laien in die Wissenschaft angesehen werden.

Abstract: Citizen Science and crowd sourcing are nothing new in itself. On the contrary! Before the institutionalization of science the involvement of lay researchers and ama teurs was not uncommon. Th is applies particularly to the geography and carto graphy, which in many cases was based precisely in the 19th century in the work of these amateurs. An illustrative example of this is the emergence of the General Mission Atlas, which was developed between 1867 and 1871 by the Prussian theologian Reinhold Grundemann and published by the geographical publishing house Justus Perthes in Gotha. Grundemann, neither missionaries nor geographer / cartographer, had given the opportunity, despite its purely self-taught acquired cartographic knowledge, to realize his longtime plan to publish a Missionary Atlas. And this on behalf of a geographical publisher, who held at that time a national and international leadership. As part of this work Grundemann, from a cartographic view certainly a layman, also used the extensive data that was provided to him by a corresponding “Crowd”, namely the missionary societies and missionaries themselves. Th e fertility of this cooperation is demonstrated, among other things, that the resulting atlas was seen for many decades as a standard work of Missiology. Even though the terms Citizen Science and crowdsourcing were still unknown at that time, this case study, however, may well be regarded as a historical example of the fruitful and successful integration of laity in science.
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The Perthes collection represents the survival of one of the few completely preserved archives of a cartographic publisher. This publishing house significantly contributed to the scientific exploration, mapping, and surveying of the earth... more
The Perthes collection represents the survival of one of the few completely preserved archives of a cartographic publisher. This publishing house significantly contributed to the scientific exploration, mapping, and surveying of the earth in the 19th and early 20th centuries. In addition to the maps as end products, the collection contains unique and closely interconnected archival materials that document the process of mapping and map-making at all stages. The following article presents a new prototype of a virtual map laboratory that was developed in the first project phase, which will allow these materials to be studied within the context of their different connections.
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For today’s Namibia the dealing with its own past is still relevant, as well as for other former colonies. In this context, the experiences of the colonial era still play an important role, which is closely related to the struggle for... more
For today’s Namibia the dealing with its own past is still relevant, as well as for other former colonies. In this context, the experiences of the colonial era still play an important role, which is closely related to the struggle for independence and questions of nation building. As in many former colonies there was a lack of inner connections and overarching national and cultural identities, so it was necessary to seek for commonalities or, if required, to construct them. Thereby, however, it turned out that these were often of colonial origin. In particular, the former colonial language and the Christian religion were central components of these Commonalities. But here the question arises as to what extent these elements are in fact due to the colonial era. So the changes and developments in terms of language and religion are not due solely to the colonial era, but also to the work of Christian missionaries, which reached the country decades before the colonialists and shaped the country far beyond the colonial period. In addition to these aspects of language and religion the missionaries also performed a enormous influence on the knowledge within the colonies and about them. Especially the school system and the associated access to this knowledge thus represents another essential aspect of sustainable influence of German Missionaries in Southwest Africa, which affected the further development of the country during the colonial period and beyond. The aim of this work is to show that it was the missionary work and thus the political and social influence of missionaries, which fundamentally changed the country and influenced its post-colonial history and development. The focus should thereby be primarily set on the work of the missionaries in precolonial South West Africa, because here the first touch of the Indigenous and European cultures took place, which laid the foundation for further developments in the fields of language, religion and education policy.
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„Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften“ lief über drei Tage mit mehr als 50 Teilnehmenden in den Räumlichkeiten der Universität Erfurt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Diskussion über... more
„Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften“ lief über drei Tage mit mehr als 50 Teilnehmenden in den Räumlichkeiten der Universität Erfurt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Diskussion über Strukturen und Potentiale derjenigen Projekte in Geistes- und Kulturwissenschaften, um BürgerInnen in Forschungsprozesse integrieren, um Daten zu sammeln, die Wissenschaftskommunikation zu verbessern und neue Blickwinkel auf Forschungsthemen, die Aufgaben und Bilder der Disziplinen sowie die Entwicklung neuer Fähigkeiten auf Seiten der beteiligten BürgerInnen zu fördern. Dafür wurden WissenschaftlerInnen verschiedener geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen und Tätigkeitsbereiche, AkteurInnen aus dem Feld Citizen Science sowie ExpertInnen der Bereiche Digitalisierung/ Community Management und Open Access als TeilnehmerInnen und ReferentInnen gewonnen.
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Nimmt man heute einen der vielzähligen Atlanten des 19. Jahrhunderts in die Hand, so hat man in der Regel ein strukturell wie inhaltlich fertig konzipiertes Kartenwerk vor sich, dessen Entstehungsprozess im Verborgenen bleibt. Verborgen... more
Nimmt man heute einen der vielzähligen Atlanten des 19. Jahrhunderts in die Hand, so hat man in der Regel ein strukturell wie inhaltlich fertig konzipiertes Kartenwerk vor sich, dessen Entstehungsprozess im Verborgenen bleibt. Verborgen bleibt damit auch, dass dieser Prozess sich nicht selten über einen längeren Zeitraum hin- und sich zudem nicht immer geradlinig vollzog, da sich in dessen Verlauf auch grundlegende Veränderungen des ursprünglichen Konzepts oder gar eine prinzipielle Neuausrichtung ergeben konnte. All dies verrät der fertige Atlas uns nur in den seltensten Fällen. Umso bedeutsamer, erkenntnisreicher und damit erfreulicher ist es demnach, wenn sich unter all der Korrespondenz und den unzähligen Dokumenten eines Verlagsarchivs auch ein Manuskript des ursprünglichen Konzeptes, das einem solchen Atlas zugrunde liegt, auffindet. Die Freude war daher groß, als sich bei den Recherchen zur Entstehung von Reinhold Grundemanns „Allgemeinem Missionsatlas“ ein ebensolches Konzept fand.
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Citizen Science erlebt mit den digitalen Möglichkeiten für Kommunikation und Kooperation derzeit einen Aufschwung. Aber in Anbetracht veränderter Erwartungshaltungen von Seiten der Öffentlichkeit muss auch das Verhältnis zwischen... more
Citizen Science erlebt mit den digitalen Möglichkeiten für Kommunikation und Kooperation derzeit einen Aufschwung. Aber in Anbetracht veränderter Erwartungshaltungen von Seiten der Öffentlichkeit muss auch das Verhältnis zwischen Hobbyforschern und der akademischen Wissenschaft neu gedacht werden. Um über die Potenziale, Erfahrungen und Gefahren für die Geisteswissenschaften zu sprechen, haben René Smolarski und ich im September die Tagung “Bürger Künste Wissenschaft” an der Universität Erfurt organisiert, bei der viele wichtigen Punkte diskutiert wurden.
Citizen Science oder die Einbindung von Bürgerforschung wird mit der Digitalisierung auch für die Geschichts- und andere Geisteswissenschaften zu einem immer wichtigeren Bereich der täglichen Arbeit, um Ergebnisse anwendbarer, Arbeit... more
Citizen Science oder die Einbindung von Bürgerforschung wird mit der Digitalisierung auch für die  Geschichts- und andere Geisteswissenschaften zu einem immer wichtigeren Bereich der täglichen Arbeit, um Ergebnisse anwendbarer, Arbeit transparenter und Kommunikation offener zu gestalten. Eng geknüpft an technische Trends wie Big Data bietet sich ein nie dagewesenes Potenzial, um Interessierte und Gleichgesinnte zu treffen, deren Wissen und Ideen der Forschung zugänglich zu machen. Doch ist Citizen Science beinahe eine Wissenschaft an sich, ein Bereich, der viele Herausforderungen und noch offene Fragen birgt. Diese stehen im Zentrum der Tagung „Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften“. Sie wird vom 21. bis zum 23. September 2015 an der Universität Erfurt stattfinden und aus zwei Teilen bestehen: einem Konferenzteil, bei dem die wissenschaftlichen Grundlagen vorgestellt werden, und einem Barcamp-Teil mit intensivem Austausch über die Anwendbarkeit für die verschiedenen Disziplinen und Bereiche.
Unter dem Motto "Raus aus dem Elfenbeinturm" ist in den letzten Jahren und insbesondere durch die Möglichkeiten digitaler Technologien eine Öffnung der Wissenschaft festzustellen, die sich nicht nur an andere Forscher und... more
Unter dem Motto "Raus aus dem Elfenbeinturm" ist in den letzten Jahren und insbesondere durch die Möglichkeiten digitaler Technologien eine Öffnung der Wissenschaft festzustellen, die sich nicht nur an andere Forscher und wissenschaftliche Einrichtungen richtet, sondern auch gezielt die Öffentlichkeit sucht. Diese Ansätze, die auch unter den Begriffen Citizen Science und Crowdsourcing firmieren, dienen nicht allein der Ausstrahlung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Öffentlichkeit, sondern darüber hinaus auch dem Ziel, interessierte und engagierte Bürger auf der Grundlage dieser freien Zugänglichkeit in den Forschungsprozess und die Wissensgenerierung einzubinden. Auch transcriba ist in diesem Bereich angesiedelt. Ziel des Projektes ist die Community-gestützte Erschließung und Transkription handschriftlich überlieferter Archiv und Bibliotheksbestände unter Verwendung von Gamification-Elementen.
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The Perthes Collection represents the heritage of the former Perthes publishing house in Gotha and is an outstanding and unique source about the international geographic and cartographic knowledge production in the 19th and early 20th... more
The Perthes Collection represents the heritage of the former Perthes publishing house in Gotha and is an outstanding and unique source about the international geographic and cartographic knowledge production in the 19th and early 20th century. The collection contains approximately 185.000 maps, a library with about 120.000 books, 1.600 copper records and a collection of specimen copies for each product of the former publishing company. In particular the archive with more than 800 linear metres of material, reflects not only 200 years of business practices but also the map-making process in all stages. In a pilot project, funded by the Thuringian Ministry of Education, Science and Culture since 2012, the collection was made accessible for research. On this account a virtual map laboratory (GlobMapLab) will be developed, which not only allows the access to the digitized and georeferenced historical maps but also provides further options for analysing the relationship between the maps and parts of the archival documents. In our presentation we want to show on the basis of a concrete case study, how this concept can be implemented and how closely interlinked the various material groups of the collection are.
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Während der Österreichische Citizen Science Konferenz 2018 werden unter dem Motto „Generation Citizen Science” in verschiedenen Sessions und Formaten Berichte, Ergebnisse und Pläne, aber auch Herausforderungen, Potentiale und Probleme von... more
Während der Österreichische Citizen Science Konferenz 2018 werden unter dem Motto „Generation Citizen Science” in verschiedenen Sessions und Formaten Berichte, Ergebnisse und Pläne, aber auch Herausforderungen, Potentiale und Probleme von Citizen Science-Projekten präsentiert und diskutiert. Im Rahmen der Konferenz wird unter der Leitung von Kristin Oswald und René Smolarski der Round Table „Chocolate Covered Broccoli. Der Einsatz von Gamification für Citizen Science-Projekte in den Geisteswissenschaften“ stattfinden. Während der Tagung „Bürger Künste Wissenschaft“ aus dem Jahr 2015 wurde erstmals im deutschsprachigen Raum das Thema Citizen Science speziell in Kultur und Geisteswissenschaften thematisiert und die Bedürfnisse der beteiligten wissenschaftlichen und bürgerschaftlichen Akteure identifiziert. Aufbauend auf diese Erkenntnisse und die Tatsache, dass die heutige Citizen Science Generation immer mehr Laienforscher hervorbringt, die ihr Hobby mit der Wissenschaft teilen möchten, wollen die Round Table-Organisatoren die Potenziale und Herausforderungen von Gamification-Ansätzen für Citizen Science beleuchten.
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Briefmarken sind Gegenstände der Alltagsästhetik, die planvoll eingesetzt werden können und bisweilen auch gezielt Verwendung finden um Einfluss auf die kulturelle, politische oder ökonomische (Selbst)Wahrnehmung eines Landes zu nehmen.... more
Briefmarken sind Gegenstände der Alltagsästhetik, die planvoll eingesetzt werden können und bisweilen auch gezielt Verwendung finden um Einfluss auf die kulturelle, politische oder ökonomische (Selbst)Wahrnehmung eines Landes zu nehmen. Mag auch, wie Gottfried Gabriel betont, die Einschätzung Aby Warburgs übertrieben sein, wonach, selbst wenn alle Dokumente verloren gingen, es genüge ein vollständiges Markenalbum zu haben, um die „Total-Reconstruktion der Weltkultur im technischen Zeitalter“ (Any Warburg) zu leisten, so gilt doch: Postwertzeichen sind ein Ausweis der geführten Debatten, ein Spiegel der propagierten Selbstwahrnehmungen und vor allem auch ein Teil der eigenen Geschichtsschreibung sowie Traditionswahrung und -erfindung (Hobsbawm/Ranger 1983). Trotzdem die kleine Gebührenquittung in eben diesem Sinne durchaus auf wirkmächtige Kronzeugen wie Aby Warburg oder Walter Benjamin zurückgreifen kann, steht eine umfassende Betrachtung und Kritik der Briefmarke als historische Quelle noch aus. Die Tagung „Gezähnte Geschichte. Die Briefmarke als historische Quelle“ wird versuchen diese Lücke zu schließen helfen.
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"Die Briefmarke, täglich verbreitet in einer Auflage von vielen Millionen, liebevoll gesammelt, gierig gehortet oder achtlos in den Papierkorb geworfen, ist das heimliche, unterschwellig wirksame Massenmedium Nummer eins." (Hans-Jürgen... more
"Die Briefmarke, täglich verbreitet in einer Auflage von vielen Millionen, liebevoll gesammelt, gierig gehortet oder achtlos in den Papierkorb geworfen, ist das heimliche, unterschwellig wirksame Massenmedium Nummer eins." (Hans-Jürgen Köppel)

Die Tagung/das Arbeitstreffen "Gezähnte Geschichte" widmet sich der Bedeutung dieses unscheinbaren und millionenfach verfügbaren Alltagsgegenstandes als historische Quelle. Die Briefmarke findet aus kommunikations- und medienhistorischer Sicht bis heute, von wenigen Ausnahmen abgesehen, kaum Beachtung. Doch gerade im Kontext des iconic turn lässt sie sich als eine eigenständige Quellengattung begreifen, die über bestimmte Spezifika verfügt und Auskunft über die visuelle Kommunikation, die jeweiligen Bild- und Symbolwelten und/oder die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Eigenheiten eines konkreten Zeitraums bzw. die Veränderungen dieser Spezifika über eine gewisse Zeitspanne zu geben in der Lage ist. Hierfür ist gerade ihr Status als eigenständiges Medium – sogar als Massenmedium – von entscheidender Bedeutung.

Wie schon Walter Benjamin wollen wir diese kleine Gebührenquittung in ihrer Materialität und Visualität ernst nehmen und mithilfe eines mikroskopischen Blicks gemeinsam darüber nachdenken, wie diese moderne Weltbilder mit gestaltet (Josef Fürnkäs). Die Tagung beleuchtet aus unterschiedlichsten Perspektiven die Frage, inwieweit die Briefmarke als historische Quelle dienen kann. Dazu soll es eine Reihe kurzer, etwa 15-minütiger Vorträge, mit einer sich jeweils anschließenden Diskussionsrunde von etwa 30 Minuten geben.

Folgende (nicht ausschließlichen) Fragestellungen dienen als Ausgangspunkt:

- Mit welchen spezifischen methodischen Zugängen lässt sich die Entwicklung des Massenmediums Briefmarke in ihren verschiedenen Dimensionen empirisch erfassen?
- Können Briefmarken überzeugen? Gibt es eine visuelle Rhetorik der Briefmarke?
- Welche Funktion hatte der Einsatz von Briefmarken im Laufe ihrer Geschichte?
- Wie verändern sich historisch die Selektionsverfahren und Kriterien, die eine Rolle spielen bei der Gestaltung und Auswahl eines Briefmarkenmotivs?
- Wie wurden die Bilder und visuellen Gestaltungen auf den Briefmarken aufgenommen und inwieweit veränderten sie das Publikum und seine Erwartungen und wie lassen sich konkrete Aussagen darüber gewinnen?
- Wie verändern sich Sammlungs-, Ordnungs- und Präsentationsweisen von Briefmarken im Laufe der Geschichte? Welche Normen setzen sich wann, warum durch?
- Welchen Aussagewert hat die Briefmarke als historische Quelle für die verschiedensten Teildisziplinen der Geschichtswissenschaft (z. B. Geschlechtergeschichte, Architekturgeschichte, Umweltgeschichte, Wirtschaftsgeschichte etc.)?

Wir bitten um Einreichungen eines Abstracts im Umfang von nicht mehr als 2.500 Zeichen und einen kurzen Lebenslauf bis zum 15.04.2016 an vetter-schultheiss@pg.tu-darmstadt.de. Die Vorträge können in englischer oder deutscher Sprache gehalten werden. Die Übernahme von Unterkunft und Fahrtkosten (maximal Bahnticket 2. Klasse) nach dem Thüringer Reisekostengesetz ist unter Finanzierungsvorbehalt vorgesehen.

Weiterführende Informationen zur Anmeldung, zum Programm und den Tagungspartnern finden Sie unter:

https://projekte.uni-erfurt.de/gezaehnte_geschichte/

Es ist geplant, eine erweiterte Version der Beiträge in einem eigenen Tagungsband zu veröffentlichen; Details dazu werden im Nachgang der Tagung bekannt gegeben.
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Raus aus dem Elfenbeinturm, lautet ein häufig vernommener Ruf – auch an Forscher der „schönen Künste“. Ihre Ergebnisse sollen anwendbarer werden, ihre Arbeit transparenter, ihre Kommunikation offener. Aber wie? Citizen Science ist eine... more
Raus aus dem Elfenbeinturm, lautet ein häufig vernommener Ruf – auch an Forscher der „schönen Künste“. Ihre Ergebnisse sollen anwendbarer werden, ihre Arbeit transparenter, ihre Kommunikation offener. Aber wie?

Citizen Science ist eine Möglichkeit, eng geknüpft an technische Trends wie Big Data oder gesellschaftliche die digitale, zunehmend dialogische Kommunikation – ein nie dagewesenes Potenzial, um Interessierte und Gleichgesinnte zu treffen, deren Wissen und Ideen der Forschung zugänglich zu machen. Der Weg aus dem Elfenbeinturm ist dabei zugleich jener Zugang hinein in die Welt universitärer oder etwa musealer Forschung, ohne dass diese marginalisiert würde.

Doch ist Citizen Science beinahe eine Wissenschaft an sich, ein Bereich, der viele Herausforderungen und noch offene Fragen birgt: Was ist eigentlich das Wissen der Massen? Welche Gefahren und welche Potenziale gehen damit einher, etwa für die Zugänglichmachung von Wissen für Laien und für Wissenschaftler? Wie muss ein gutes Projekt aufgebaut sein? Wie lassen sich große Datenmengen sammeln, auswerten und aufbereiten? Wie kann man die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für ein solches wecken? Wie kann Citizen Science bei der Sensibilisierung auch für die Schwierigkeiten wissenschaftlicher Arbeit helfen?

Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der Tagung „Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften“. Sie fand vom 21. bis zum 23. September 2015 an der Universität Erfurt statt und bestand aus zwei Teilen: einem Konferenzteil, bei dem die Grundlagen vorgestellt wurden, und einem Barcamp-Teil mit intensivem Austausch über die Anwendbarkeit für die verschiedenen Disziplinen und Bereiche.

Die Tagung wurde von Renè Smolarski (Universität Erfurt) und Kristin Oswald (Kulturmanagement Network) organisiert und von der Ernst-Abbe-Stiftung Jena, der Forschungsbibliothek Gotha, den Geschichtsmuseen der Stadt Erfurt, der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte sowie der Plattform “Bürger schaffen Wissen” unterstützt.
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Briefmarken sind Gegenstände der Alltagsästhetik, die planvoll eingesetzt werden können und bisweilen auch gezielt Verwendung finden um Einfluss auf die kulturelle, politische oder ökonomische (Selbst)Wahrnehmung eines Landes zu nehmen.... more
Briefmarken sind Gegenstände der Alltagsästhetik, die planvoll eingesetzt werden können und bisweilen auch gezielt Verwendung finden um Einfluss auf die kulturelle, politische oder ökonomische (Selbst)Wahrnehmung eines Landes zu nehmen. Mag auch, wie Gottfried Gabriel betont, die Einschätzung Aby Warburgs übertrieben sein, wonach, selbst wenn alle Dokumente verloren gingen, es genüge ein vollständiges Markenalbum zu haben, um die „Total-Reconstruktion der Weltkultur im technischen Zeitalter“ (Warburg zit. nach Raulff 2003) zu leisten, so gilt doch: Postwertzeichen sind ein Ausweis der geführten Debatten, ein Spiegel der propagierten Selbstwahrnehmungen und vor allem auch ein Teil der eigenen Geschichtsschreibung sowie Traditionswahrung und -erfindung (Hobsbawm/Ranger 1983). Trotzdem die kleine Gebührenquittung in eben diesem Sinne durchaus auf wirkmächtige Kronzeugen wie Aby Warburg oder Walter Benjamin zurückgreifen kann, steht eine umfassende Betrachtung und Kritik der Briefmarke als historische Quelle noch aus. Die Tagung „Gezähnte Geschichte. Die Briefmarke als historische Quelle“ wird versuchen diese Lücke zu schließen helfen.
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